Ausschreibungsthema 2018

„Siehe, hier! oder Da ist es!“

Die Bibel

Morgen beginnt die Zukunft. Warum nicht heute? Weil die Zukunft vor uns liegt. Doch wenn ich morgen eine Arbeit schreibe, werde ich (möglicherweise) mindestens heute schon dafür lernen. Also beginnt die Zukunft schon heute. Ist die morgige Klassenarbeit tatsächlich das, was ich Zukunft nenne? Die Freunde und Feinde Jesu fragen ihn, wann denn Gott mit seiner Zukunft die Welt verändert. Also kein Krieg mehr, keine Armut mehr, keine Ungerechtigkeit mehr. Eine andere Welt. Sie nennen die andere Welt „Reich Gottes“ oder „Himmelreich“ oder „Herrschaft Gottes“. Die Menschen zu Jesu Zeiten wie heute wünschen sich eine Welt, in der nicht Gewalt und Geld, Tyrannen und Egomanen die Welt regieren. Im Mittelalter bis heute betrachten Menschen die Sterne oder die Börsen um zu sehen, wie die Zukunft steht. Denn wenn ich weiß, was die Stunde geschlagen hat, kann ich mich danach richten.

Jesus antwortet: „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man’s beobachten kann; man wird auch nicht sagen „Siehe hier!“ Oder „Da ist es!“ Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ So lautet unser Ausschreibungsthema, das Du nachlesen kannst im Lukasevangelium, Kapitel 17, Verse 20 und 21.

Also schaut nicht zu den Sternen in den Himmel, dass von dort Gottes Reich kommen werde, sondern es ist mitten unter euch. Die Zukunft Gottes, die die Welt verwandeln will, hat schon begonnen und ist unter Euch lebendig. Berühmte Leite haben diese Zukunft schon gelebt – nicht in ihrem ganzen Leben, aber in bestimmten Momenten. Dazu gehören die berühmten Menschen aus unserer Geschichte wie ein Martin Luther King, Mahatma Gandhi, Leo Tolstoi, Franz von Assis oder auch der ehemalige UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld. Geschichte. Und heute? Ist die Tür nicht offen? Wir brauchen nur hineinzugehen?
Wo und wie erlebst Du heute Zukunft? Und was für eine Zukunft siehst Du für Dich und die Welt? Hat diese Zukunft bereits begonnen? Entdeckst Du Schritte dieser Herrschaft oder Gottes reich inmitten dieser Welt? Ist die Sehnsucht in mir vielleicht bereits ein Vorgeschmack der Zukunft oder tatsächlich schon Gegenwart? Fast physikalisch betrachtet, könnte sich die Spannung von Zukunftsträumen und Gegenwartsleiden in positiver Energie entladen?

Jetzt bist Du dran. Eine Fülle von Themen eröffnen sich. Nimm Dir Zeit, Dich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Was fällt Dir ein? Vielleicht kannst Du manches im Gespräch mit Deinem Freund, Deiner Freundin oder Deinen Lehrern klären und weiterentwickeln. Bestimmt findest Du Beispiele aus Deinem eigenen Lebenskreis oder aus dem Weltgeschehen in der Weite oder vor Ort, Jesu Worte neu lebendig werden zu lassen. Gib Deinen Gedanken und Empfindungen Raum:
Ob Skulptur oder ein Spiel, ob Text oder Bild, ob Gedicht, Drama oder Tagebuch; ob Musik oder Film … Die Möglichkeiten der Umsetzung Deiner Gedanken in eine konkrete Gestalt sind unbegrenzt – im Gegensatz zum Abgabetermin:

Bis Sonntag, 18. Februar 2018 musst Du Dein Ergebnis an die Stiftung Ökumenisches Lernen, Kirchstraße 12, 38120 Braunschweig geschickt haben.

Wenn Du mit einer anderen Person eine Partnerarbeit erstellen willst (maximal zwei Personen!), melde Dich bitte beim Geschäftsführer Harald Welge: Telefon 0531 – 842208

Solltest Du keiner Kirche oder christlichen Gemeinschaft angehören, bist Du auch willkommen und kannst Dich mit der Teilnahme um einen Stipendienplatz bewerben. Falls Du einer anderen Religion angehörst, solltest Du Dich mit dem Geschäftsführer (s.o.) in Verbindung setzen.

Wenn Du mehr über die Stiftung wissen möchtest, bist Du herzlich zum

INFORMATIONSNACHMITTAG AM FREITAG, 15. DEZEMBER 2017

Von 16 bis 17:30 Uhr im Gemeindehaus St. Martini, Eiermarkt 3 in Braunschweig (nah am Altstadtmarkt) eingeladen.

 

Hier geht es zum Anmeldeformular